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Im Jahr 1960 übernimmt Dr., Dr. h. c. Christian Gasser die Aktienmehrheit von den Gründern. Seine unternehmerische Herausforderung besteht darin, mit technischen Weiterentwicklungen den Erfolg seiner Vorgänger fortzuführen und gleichzeitig die Unternehmensführung an zeitgemässe Vorstellungen anzupassen. Eine Zeit der Expansion und Diversifikation beginnt.
Im Jahr 1961 gründet Gasser die Mikron Holding AG, die als erste Tochtergesellschaft die Maschinenfabrik Mikron AG übernimmt. 1962 übernimmt Mikron die Firma Haesler SA in Boudry, Schweiz, Herstellerin von Transfermaschinen. Gleichzeitig verzichtet Mikron auf die weitere Herstellung von Tischdrehbänken, Ebauche-Maschinen und Fräsmaschinen und investiert in eine Elektroerosions-Abteilung für die Herstellung von Fräsern und später von Spritzgussformen. 1963 übernimmt Mikron die englische Firma Goulder, Herstellerin von Zahnradprüfgeräten. 1966 nimmt Mikron die Tradition im Bau von Fräsmaschinen wieder auf und präsentiert eine neue Generation von Universal Werkzeugfräsmaschinen. Zum Angebot von Mikron zählen Verzahnungsmaschinen und dazugehörende Fräser, Transfermaschinen, Zahnradprüfgeräte und Werkzeugfräsmaschinen, als Mikron Ende der 1960er-Jahre eine eigene Kunststoffabteilung eröffnet. Im Einklang mit der Substitution der Metall- durch Kunststoffzahnräder in der Uhren- und Apparateindustrie startet Mikron mit der Produktion von Präzisionsteilen aus Kunststoff.
Im Jahr 1974 übergibt Gasser die Leitung der Mikron Gruppe an Dr. Theodor Fässler, der bereits 1961 in die Mikron eintrat. 1977 präsentiert Mikron ihre erste Montagemaschine. Anfang der 1980er-Jahre baut Mikron für kurze Zeit eigene Kunststoff-Spritzgussmaschinen. 1981 eröffnet der erste Produktionsstandort in den USA. Im Jahr 1983 platziert die Familie Gasser ihr Mehrheitspaket an Namenaktien öffentlich und Mikron wird zur reinen Publikumsgesellschaft. 1986 folgt eine entscheidende Erweiterung des Angebots im Bereich Transfermaschinen. Mikron übernimmt die Albe SA in Agno, Schweiz. Der neu geschaffene Geschäftsbereich Bearbeitungs- und Montagesysteme erreicht damit die gleiche Grösse wie das Geschäft mit Verzahnungs- und Werkzeugmaschinen. Ende der 1980er-Jahre steigt Mikron über Kooperationen mit Partnerfirmen in den Bau von Bearbeitungszentren
ein.
Anfang der 1990er-Jahre erfolgt mit der Übernahme von zwei italienischen Firmen ein markanter Ausbau des Kunststoffkomponentengeschäfts. Im Jahr 1991 übergibt Dr. Theodor Fässler die Leitung der Mikron Gruppe an Dr. Peter Wirth, der bereits 1986 in die Mikron eintrat. Gleichzeitig erschüttert eine Strukturkrise den weltweiten Werkzeugmaschinenmarkt. Im Vergleich zu vielen Mitbewerbern übersteht Mikron die Krise aus eigener Kraft. Restrukturierungen sind allerdings unvermeidlich. Im Jahr 1994 verkauft Mikron das Verzahnungsgeschäft an die deutsche Firma Pfauter. Zum aktuellen Angebot von Mikron zählen Bearbeitungs- und Montagesysteme, Werkzeugfräsmaschinen und Bearbeitungszentren sowie die Produktion von Kunststoffkomponenten. 1996 präsentiert Mikron die erste Hochgeschwindigkeitsfräsmaschine, erneut eine Pionierleistung.
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